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Sonntagsfahrverbote schaden dem Tourismus

Die Steuerzahler in Reinland- Pfalz unterstützen durch  Wirtschaftsminister Dr. Wissing die Tourismusbranche. Dies ist zu begrüßen, da diese schwer unter der Corona-Krise zu leiden hat.  Die zur Zeit geführte Debatte über das Wohl und Wehe von Fahrverboten für Motorräder dürfte die Sache möglicherweise aber konterkarieren. Wer Fahrverbote für Biker an Sonntagen ausspricht oder es den Kommunen überläßt Strecken zu sperren, verhindert mehr als nur den Verkehr, findet der FDP Kreisvorstand von Bernkastel- Wittlich.
Untersuchungen der Uni Worms belegen, dass 80 % der Motorrad- Reisenden im Alter von 46-65 Jahren, also einem Durchschittsalter von 55 Jahren fährt. Bei dieser Altersklasse spricht man von Best Agers, also Personen im „besten Alter“, was das Ausgabeverhalten betrifft. Aus den Ergebnissen einer repräsentativen Marktforschungsstudie (Prof.Dr. Scherhag,2016) unter Motorradfahrern konnte herausgearbeitet werden, das rund 43% der Probanden in den vergangenen 3 Jahren einen Urlaub mit dem Motorrad verbracht haben, davon haben wiederum rund 90% ihr eigenes Motorrad genutzt – bei einem Fahrzeugbestand von rund 4,5 Mio. Motorrädern läge das prognostizierbare Marktvolumen bei rund 2,0 Mio. Fahrzeugen. Weitere 25% haben Interesse an einem Urlaub mit dem Motorrad, wodurch das Marktvolumen auf rund 3,2 Mio. Fahrzeuge/Motorradfahrer hochgerechnet werden kann, bezogen auf die Frage nach einem Motorradurlaub. Tagesausflüge sind hierbei nicht berücksichtigt.
Frank Klein, FDP Kreisvorsitzender aus dem Hunsrück-Ort Gonzerath, an der B269, „ Geht man davon aus, dass die meisten Biker aus Ballungsgebieten Rhein-Main, NRW und Benelux-Länder kommen, finden diese Fahrten größtenteils am Wochenende, also von Freitag bis Sonntag statt. Wer den Sonntag verbietet, schränkt faktisch auch den Freitag und Samstag ein. Aus einem Verbots-Tag werden somit drei.“
 
Stefan Thoma , Schriftführer im Kreis und aus der Eifel, ergänzt: „In dieser Altersklasse verhält man sich vernünftig. Nur wenige Motorradfahrer sind Raser.  Selbstredend müssen Rowdies und diejenigen, die ihre Maschinen nicht zulassungsgerecht frisieren oder weil sie sich nicht an Regeln halten, aus dem Verkehr gezogen werden. In Unfälle sind sie zwar überproportional häufig verwickelt, jedoch bedeutet das nicht, dass sie auch schuld sind. Es trifft sie nur viel härter.“
Bei der geplanten Neuregelung wird es nicht nur die Motorrad- Fahrer härter treffen, sondern auch Touristik Betriebe entlang der klassischen Routen. Diese gehen im Falle von Fahrverboten schweren Zeiten entgegen.
Klein, der selbst kein Biker ist, findet „Es gibt in Deutschland wunderbare Strecken in Eifel, Hunsrück, Ahr, Nahe, Schwarzwald und vielen andern Mittelgebirgs Regionen. Es sind die eher entlegenen Gasthöfe und Restaurants, die hier touristisch punkten und die vom Wochenend- Biker- Tourismus profitieren können. Wer Sonntagsfahrverbote will, bestellt Umsatzeinbußen der Restaurants & Gasthäuser. Dies trifft eine Branche, die sowieso schwierige Zeiten durchmacht.“
 
Martin Debald, im Kreisvorstand aktiv, pflichtet bei: „Bei uns  in der Eifel gibt es eine lange Tradition an Motorsport am Nürburgring. Die Eifeltouristik bietet seit 5 Jahren Kurse für Guides an, die Bikern die Schönheit und Kulturstätten näher bringen. Dank der Nähe zum Benelux Raum und dem Ruhrgebiet ist die Eifel ein beliebtes Ziel für motorisierte Zweiräder geworden. Die lange Anfahrt macht den Tagesausflug eher unattraktiv. Die Verbannung von Motorrädern an Sonntagen von den Straßen, macht die jahrelange Aufbauarbeit möglicherweise zunichte.“
Oliver Platz, stellvertr. Kreisvorsitzender aus Lieser: „Dieser Verbotsvorstoß ist ein neuerlicher Versuch, Verbrennungsmotoren zu verbannen. Denn Motorrad Fahrer sind wegen der geringen Reichweite und hohen Kosten nicht gewillt auf e-bikes umzusatteln. ((Siehe Faktsheet))  Schließlich ist das Verhältnis Person zur bewegten Masse günstiger als beim PKW.  Ein Motorrad verbraucht weniger Energie und Raum. Wenn durch das Motorradfahrverbot Autoersatzfahrten stattfinden, ist das ökologisch sicherlich nachteiliger.“
 
Der Kreisvorstand spricht sich einmütig dafür aus, dass die bestehenden Regeln ausreichend sind und sieht keinerlei Handlungsbedarf.  Das 50 Mio. Paket für die Tourismusförderung durch das Wirtschaftsministerium wird ausdrücklich begrüßt.

Bildungspolitik war Thema des Kreisparteitages

 

WEDERATH Den Delegierten zum Kreisparteitag wurden mehre Anträge zur Bildungspolitk vorstellt.
Stefan Thoma begründete die Anträge und fand bei den Anwesenden viel Zustimmung und Mehrheiten.

 

So sollen die Vorlagen sich im Wahlprogramm der nächsten Landtagswahl wiederfinden.
Im Hinblick auf die kommende Landtagswahl hat die Versammlung auch einstimmig für die Möglichkeit Kandidaten über Bezirkslisten aufzustellen votiert.


Die ausführlichen Anträge finden Sie zum Nachlesen im Downloadbereich.